Können wir sicher sein, dass alle Störfälle offengelegt wurden und zukünftig rechtzeitig offengelegt werden?
Sowohl in Söhlingen als auch in Hengslage kam es zu Boden- und Grundwasser-Verunreinigungen durch Quecksilber und Benzol. Bei Anwohnern wurden sogar erhöhte Hg- und Benzolwerte im blut festgestellt. Ursache waren offensichtlich undichte Rohrleitungen. Trotzdem behauptete EXXON, dass es bisher keine Störfälle gegeben hat. Stattdessen wurde gesagt, dass es sich hierbei nicht um Fracwasser, sondern um Lagerstätten-Wasser gehandelt habe. Dies sind jedoch Spitzfindigkeiten, da letztlich die Verunreinigung durch die Erdgas-Bohrung verursacht wurde.
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Hält EXXON Bürgerbeteiligung, Umwelt- u. Wasserschutz sowie den Schutz von Mensch und Tier bei ausschließlicher Anwendung des veralteten Bergrechts für gewährleistet?
Die Bezirksregierung Arnsberg als die in NRW zuständige Bergbehörde hat im Febr. 2011 Vorschläge zur Änderung des Bergrechts erarbeitet und der Landesregierung übermittelt. Darin sind u. a. vorgesehen:
- die Einführung einer UVP mit Öffentlichkeitsbeteiligung für potenziell umweltgefährdende Bohrungen und techn. Verfahren,
- die Erweiterung von Beteiligungsrechten bei der Erteilung von Aufsuchungserlaubnissen sowie die verbindliche Beteiligung aller betroffenen Kommunen,
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Die Landesregierung NRW wird keine Erdgas-Probebohrungen genehmigen, bevor nicht die Ergebnisse eines Gutachtens zu wasser- und umweltrechtlichen Fragen vorliegen. Hält nicht auch EXXON diese Vorgehensweise für sinnvoll?
Verantwortliches Handeln bedingt zwingend eine vorherige Klärung aller Zweifelsfragen und vor allem den sicheren Ausschluss schädlicher Auswirkungen der Erdgas-Probebohrungen und des Fracking auf Umwelt, Grundwasser und Mensch.
Wie steht EXXON zu den vom Wasserversorger Gelsenwasser geäußerten schweren Bedenken?
Korrosionsschutz der Verrohrung von innen nach außen gewährleistet? (Grundwasser-Verunreinigung):
Nach dem jetzigen Konzept kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass durch die hohe Salzkonzentration der mit dem Erdgas geförderten Sole (180-320g/l) die Verrohrung von innen angegriffen wird, z.B. durch Schäden in der Beschichtung. Damit besteht die gefahr, dass weiter oben a) mit der Sole Schwermetalle aus der Förderstätte in grundwasserführende Schichten austreten können, und b), dass bei späterem Fraccing Chemikalien austreten können. Auch gegen dieseRisiken wäre eine doppelte Verohrung erforderlich.
Ist mit einer Vielzahl von Förderbohrungen pro probebohrung zu rechnen?
Erfahrungen aus USA zeigen, dass die Fördermenge einer unkonventionellen Erdgas-Sonde nur ca. 3,6 Mio. m³/a beträgt (10.000m³/Tag). Die Förderrate sinkt mit 30-70% per Jahr.
Sind die Investitionen für die Probebohrung (ca. 1,8Mio. €) nicht erst dann wirtschaftlich, wenn hinterher eine Vielzahl von Förderbohrungen errichtet wird?
Mit welcher Fördermenge wird überhaupt kalkuliert?
Wieviel Förderbohrungen sind geplant?
EXXON sollte die Daten offenlegen!
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In Damme wurden an Chemikalien u.a. eingebracht:
ca. 10.000 l des hochgiftigen TETRAMETHYLAMMONIUM CHLORID,
8000 l Isoparaffine, wassergefährdend, WGK2,
450 kg Bakterizide, darunter ca. 30-40kg von 55965-84-9 , das selbst in einer Verdünnung von 1:40 noch in WGK2 eingeordnet ist.
Die Aussage von EXXON, die Frac-Flüssigkeit als ganzes sei "kein kennzeichnungspflichtiger Gefahrstoff nach EU-RL" sieht in Anbetracht der großen Mengen nicht die Gefährdung des Grundwassers. Die Frage ist auch, ob für die Frac-Flüssigkeit überhaupt eine WGK-Einstufung eingeholt wurde.
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Ungeklärtes Risiko: Ein Großteil der Frac-Lösung verbleibt im Untergrund:
In Damme wurden bei einem Fracking-Versuch von ExxonMobil, laut Spiegel, 12 Millionen Liter Wasser und 24.000 Liter Chemikalien eingesetzt. Nur knapp 30 Prozent der Flüssigkeit kam wieder an die Oberfläche (zur Entsorgung).
Niemand kann mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass die verbliebene Lösung irgendwann einmal in grundwasserführende Schichten gelangt, z.B. durch korrodierte Rohre.
Solange nicht mit Sicherheit die Frac-Lösung vollständig wieder herausgeholt werden kann, kann man nicht von einer sicheren Technologie sprechen.
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Unzureichender Korrosionsschutz der Verrohrung von außen nach innen (Grundwasser-Verunreinigung)
Läßt sich die Überdeckung des Standrohrs durch die Zementierung über eine Länge von 200m in der grundwasserführenden Schicht und dann von weiteren 500m im Deckgebirge überhaupt sicherstellen? Im Betonbau werden Mindest-Überdeckungen der Bewehrung von 20-40mm verlangt, um eine Korrosion des Stahls zu verhindern.
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Worin liegt der Unterschied zwischen amerikanischem und europäischen Fraccing?
Die Fa. Exxon hat mehrmals betont, dass Vorgänge, wie sie in den USA dokumentiert wurden (Film "Gasland"), in Europa nicht vorkommen können. Warum nicht?
Werden Tiefenwässer und Fraccingflüssigkeiten zur Entsorgung in Bohrlöcher verpresst?
Was macht die Fa. Exxon mit belasteten Wasser aus tiefen Gesteinsschichten und mit zurück gepumpter Fraccingflüssigkeit? Wie funktioniert die Entsorgung?
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