Martina Becker, Bissendorf - 06.04.2011, 10:02 Uhr
Sehr geehrte Moderatoren,
ich habe mir Ihre Diskussion mit Markus Knäpper angeschaut, in dem Sie die Offenheit des Informations- und Dialogprozesses betonen (" ... Es soll ein eigener Beitrag zur öffentlichen Diskussion geleistet werden, der über das staatliche Handeln hinausgehen kann: Indem auch Fragen behandelt werden, die im behördlichen Verfahren keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen...."). Gleichzeitig blocken Sie meine Frage nach der engen Verbindung zwischen Behörden und Kunden ab (http://dialog-erdgasundfrac.de/frage/wer-sind-die-kunden-des-nieders%C3%...).
So ganz offen und vorurteilsfrei scheint der Prozess also doch nicht zu sein. Warum sollte ich ihn dann noch ernst nehmen?
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Sehr geehrte Frau Becker,
Sie fragen, warum Sie den Prozess noch ernst nehmen sollen. Meine Antwort: Weil er sich um wissenschaftlich zu klärende Fragen kümmert. Ob Behörden und Unternehmen kungeln, ist keine Frage, die der Expertenkreis beantworten kann. Wir können nur sicherstellen, dass die Experten im hier zur Diskussion stehenden Expertenkreis unabhängig sind vom Unternehmen. Mein Vorschlag: Stellen Sie politische Fragen im politischen Raum - und nehmen Sie unseren Informations- und Dialogprozess an der Stelle ernst, an der er tatsächlich Antworten geben kann. Also vorurteilsfrei ja, offen innerhalb der von mir beschriebenen "Leitplanken".
Christoph Ewen