Wieso sprechen die Beteiligten immer von "Zementation"?
Das Auffüllen des Zwischenraumes zwischen Gestein und Stahlrohr mit Beton wird von Betreiber und Genehmigungsbehörde gleichermaßen als "Zementation" bezeichnet. "Zementation" ist ein erdgeschichtlicher Vorgang, hier handelt es sich aber um eine menschliche Aktion, die gemeinhin "betonieren" genannt wird. Ich vermute, dass hier auf sprachlicher Ebene ein Expertenwissen vorgeschickt wird, das den simplen technischen Vorgang des Einmörtelns oder -betonierens aufwerten soll. Mit solcher Expertensprache wird ein Verständnis der Vorgänge bei den Bürgern nicht gerade erleichtert. Das ist manipulativ.
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Ich glaube das ist eher Faulheit beim Übersetzung als Manipulation.
"Cementation" ist das englisches Wort sowie für die naturliche Zusammenklebenvorgänge als für die kunstliche Einbetonierung. "Zementation" ist nur ein wort-treue Abgabe von English auf Deutsch.
Darüberhinaus stellt sich die Frage, wie man die Dicke der Zementierung über eine Länge von 200m in der grundwasserführenden Schicht und dann von weiteren 500m im Deckgebirge überhaupt sicherstellen will. Im Betonbau werden Mindest-Überdeckungen der Bewehrung von 20-40mm verlangt, um eine Korrosion des Stahls zu verhindern.
Hier ist auch keine redundante sicherheit Vorhanden. Wenn ein Leck in der Verrohrung festgestellt werden sollte, ist es schon zu spät!