Die Landesregierung NRW wird keine Erdgas-Probebohrungen genehmigen, bevor nicht die Ergebnisse eines Gutachtens zu wasser- und umweltrechtlichen Fragen vorliegen. Hält nicht auch EXXON diese Vorgehensweise für sinnvoll?
Hans-Georg Pellengahr, Laer - 04.04.2011, 20:14 Uhr
Kommentare: 3
Verantwortliches Handeln bedingt zwingend eine vorherige Klärung aller Zweifelsfragen und vor allem den sicheren Ausschluss schädlicher Auswirkungen der Erdgas-Probebohrungen und des Fracking auf Umwelt, Grundwasser und Mensch.
Wie steht EXXON zu den vom Wasserversorger Gelsenwasser geäußerten schweren Bedenken?
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Guten Tag Herr Pellengahr,
welche Bedenken von dem Wasserversorger Gelsenwasser sprechen Sie konkret an?
Wenn Sie uns dazu einen Hinweis geben, nehmen wir die Aspekte gerne in den Dialogprozess auf.
Beste Grüße,
Yvonne Knapstein
Die Regierung wird keine Probebohrungen genehmigen bevor die Gutachten vorliegen?
Weit gefehlt.
Man muss nur beteuern, dass man auf Fracking verzichten wird und schon darf man bohren!
Diese Aufweichung des Moratoriums ist nicht nachvollziehbar.
Wenn erst einmal die Sperrschichten flächendeckend perforiert sind, gibt es kein Halten mehr.
Gelsenwasser sorgt sich zu Recht um die Trinkwasservorkommen. Muss man Exxon wirklich noch einmal sagen, worin denn diese Bedenken bestehen?
Das zeigt doch deutlich, dass dieses Forum eine gigantische PR-Maßnahme ist. Inzwischen rollen die Bohrtrupps an.
Die Bohrtechnik ist nicht fehlerfrei, wird es nie sein und die Förderung riesiger Mengen von Lagerstättenwasser reicht völlig aus, um Trinkwasservorräte zu gefährden und Bodensenkungen hervorzurufen mit bisher noch unbekannten geologischen Folgeerscheinungen.
Sehr geehrter Herr Houben,
ich glaube, man muss erst einmal wahrnehmen, dass es tatsächlich bereits viele Bohrungen durch die nutzbaren Grundwasserhorizonte gibt, und dass man in der Vergangenheit da offensichtlich recht unbesorgt war. Das, was der neutrale Expertenkreis dazu erarbeitet, wird hoffentlich dazu beitragen, dass nicht nur die Bohrungen nach Erdgas, sondern alle Arten von Bohrungen einen hohen Sicherheitsstandard aufweisen, damit das Grundwasser nicht gefährdet wird.
Wenn mann wissenschaftlich daran geht, gibt es unterschiedliche Arten von Risiken. Da ist zum einen das Bohrloch selbst, das als technisches Bauwerk immer auch technische Risiken aufweist. Was aber z.B. von Gelsenwasser im Zusammenhang mit der Talsperre Haltern vorgetragen wurde, betrifft eher die Migration von Schadstoffen durch die Deckschichen an sich - z.B. über natürliche Störungen im Emschermergel. Und dann gibt es noch horizontale Transportmöglichkeiten über große Strecken im Untergrund. Und die Frage der Freisetzung von Methan. Wir bemühen uns, im Expertenkreis diese Risiken zu beschreiben und die Folgen abzuschätzen.
Was das Moratorium an sich angeht, so stellt sich diese Frage an die Landesregierung bzw. an ExxonMobil. Der Expertenkreis wird am Ende auch Vorschläge zur umweltrechtlichen Regulierung unterbreiten.
Viele Grüße
Christoph Ewen