Bericht über die Reise des Neutralen Expertenkreises in die USA vom 9.-13. Januar 2012 Washington D.C., Williamsport (PA), Ossining (NY)
Inhalt
- Einleitung
- Politische Debatte
- Wirtschaftliche Bedeutung
- Regulierung und Genehmigungspraxis
- Risiken durch die Bohrung / Bohrplatz
- Fracking-Chemikalien
- Abwasser / Flowback
- Wasserverbrauch / Auswirkungen auf Grundwasser und Oberflächengewässer
- Methanemissionen / Footprint von Erdgas
- Erdbeben
- Auswirkungen auf Natur und Landschaft
- Schlussfolgerungen
Erdbeben sind in den USA ein wichtiges Thema. In Arkansas gab es eine Reihe kleinerer Erdbeben, die sich jedoch nicht mit Sicherheit auf Fracking zurückführen lassen. Auch in Ohio wurde eine Reihe von Erdbeben kleinerer Stärke registriert. Diese werden nun vom Staat Ohio untersucht. Sie seien vor allem in Gebieten aufgetreten, in denen in Injektionsbohrungen z.B. Wasser aus Pennsylvania in den Untergrund verpresst wird. In Colorado habe man bereits in den 60er Jahren Erdbeben in Denver untersucht, bei denen man vermutete, dass sie auf Bohrungen zurückzuführen seien.
Die US-amerikanische Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) betreibt ein „Underground Injection Control“-Programm (UIC), in dem verschiedene Risiken bei Bohrungen klassifiziert sind. Auch in diesem Programm sind Erdbeben adressiert. Für verschiedene Bohrungstypen war das Erdbebenrisiko bereits bekannt, neu sei jedoch die Kenntnis über Erdbebenrisiken bei Bohrungen, die mit der Injektion von Flüssigkeiten der Öl- und Erdgasproduktion zusammenhängen.