Wo und wie werden die Abwässer verpreßt?
Als wesentlicher Pfad zur Entsorgung der Abwässer (Bohrflüssigkeit, Rückfluß von Fracking-Lösung und Lagerstättenwasser) stellt sich die Verpressung dar. Dies wird so auch in der Stellungnahme des Umweltbundesamtes zur Schiefergasförderung vom Dezember 2011 (hier bei Ihnen auf der homepage eingestellt) auf S. 15 so gesehen.
Hierzu werden im Wesentlichen ehemalige Lagerstätten genutzt.
1.Wer von den Experten wird denn in die USA fliegen?
2. Fliegt auch Herr Zittel mit, wenn nein, warum nicht?
2.Welche Orte werden inspiziert?
3.Wird auch der Ort Dimlock besichtigt werden, wenn nein warum nicht?
4.
Die Frage der Entsorgung der Bohrwässer, der mitgeförderten Formationswässer und ggflls. des Frackingrücklaufes ist bislang nur sehr am Rande erwähnt worden. Bislang wurde als Entsorgung der Abwässer nach meiner Wahrnehmung ausschließlich die Verpressung in den Untergrund erwähnt. Hierzu einige Fragen:
1. Ist die technische Reinigung der Abwässer möglich?
2. Wo wird eine Verpressung durchgeführt? Welche geologischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein? In welche Tiefe wird verpresst?
3. Wer genehmigt die Verpressung? Auf welcher gesetzlichen Grundlage?
Wenn wie vorauszusehen in den Bohrgebieten alle 500m eine Bohrung niedergebracht wird, wie soll dabei verhindert werden dass die abdichtenden Schichten flächendeckend perforiert werden wie ein Sieb?
Das sind auf einer Fläche von 10x10km schon 40 Bohrtürme nebst Absetzbecken, Containerschrott, Stacheldrahtverhau etc. Mal abgesehen vom ruinierten Landschaftsbild:
Es besteht die Gefahr, dass durch undichte Bohrungen und Leitungen
1. Lagerstättenwasser, Frackingfluid oder Gas in Trinkwasserschichten eindringt und damit das gesamte Trinkwasser vergiftet
Nachfrage zur Expertenbefragung am 10. 10. 2011 an TÜV Rheinland
Sehr geehrter Herr Apitz, sehr geehrter Herr Kaiser,
am 10. 10. 2011 wurden Sie in Osnabrück als Experten zum Sachgebiet "Unfallszenarien, Lagerung wassergefährdender Stoffe" u. dergl. befragt.
Angesprochen auf die Störfälle in Söhlingen und Hengslage, wo giftige Lösungen aus Bohrstellen von EXXON über einen längeren Zeitraum aus Rohrleitungen ausgetreten sind, sagte Herr Apitz sinngemäß: Leitungen für wassergefährdende Fluide seien doppelwandig mit einer Absaugung auszulegen, so dass Leckagen sofort erkannt werden könnten.
Angst vor der Prüfung der Umweltverträglichkeit?
EXXON betont die Umweltverträglichkeit des Fracking-Verfahrens.
Wieso spricht sich EXXON sich dann nicht aktiv für die Änderung des Bergrechtes und Einführung einer UVP aus, um die Umweltverträglichkeit der Vorhaben im Einzelfall zu belegen?
Wieso bezieht EXXON in sein Dialogverfahren nicht z.B. die UVP-Gesellschaft Hamm ein, die an der Entwicklung spezifischer Prüfverfahren für eine schlanke UVP mitwirken könnte?
Das Vorgehen deutet darauf hin, dass Umweltverträglichkeit behauptet wird, der Nachweis aber gescheut!
Können wir sicher sein, dass alle Störfälle offengelegt wurden und zukünftig rechtzeitig offengelegt werden?
Sowohl in Söhlingen als auch in Hengslage kam es zu Boden- und Grundwasser-Verunreinigungen durch Quecksilber und Benzol. Bei Anwohnern wurden sogar erhöhte Hg- und Benzolwerte im blut festgestellt. Ursache waren offensichtlich undichte Rohrleitungen. Trotzdem behauptete EXXON, dass es bisher keine Störfälle gegeben hat. Stattdessen wurde gesagt, dass es sich hierbei nicht um Fracwasser, sondern um Lagerstätten-Wasser gehandelt habe. Dies sind jedoch Spitzfindigkeiten, da letztlich die Verunreinigung durch die Erdgas-Bohrung verursacht wurde.
Werden Tiefenwässer und Fraccingflüssigkeiten zur Entsorgung in Bohrlöcher verpresst?
Was macht die Fa. Exxon mit belasteten Wasser aus tiefen Gesteinsschichten und mit zurück gepumpter Fraccingflüssigkeit? Wie funktioniert die Entsorgung?
Zu einem guten Risiko Management gehört eine Risikoeinschätzung und Risikovorsorge,
wie ist das Risiko Management bei folgenden Risiken für die Umwelt:
1. Mögliches auslaufen von Chemikalien und Verseuchung der Rückhaltebecken und Ablaufkanäle.
2. Gas oder Fracking Chemikalien sickern durch ungeeignete Ummantelungen ins Grundwasser.
3. Gas gelangt ins städtische Grundwasser.
4. Ungeeignete Entsorgung von Fracking Chemikalien