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Fracking, Erdgassuche in Deutschland

Was waren Ihre Fragen und Beiträge?

Hier konnten Sie Fragen stellen und Beiträge verfassen, die Sie im Zusammenhang mit der von ExxonMobil geplanten Aufsuchung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten interessieren und für wichtig hielten.


Fragen

Die Landesregierung NRW wird keine Erdgas-Probebohrungen genehmigen, bevor nicht die Ergebnisse eines Gutachtens zu wasser- und umweltrechtlichen Fragen vorliegen. Hält nicht auch EXXON diese Vorgehensweise für sinnvoll?

4
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4,0 (1 Stimme)
Kommentare: 3

Verantwortliches Handeln bedingt zwingend eine vorherige Klärung aller Zweifelsfragen und vor allem den sicheren Ausschluss schädlicher Auswirkungen der Erdgas-Probebohrungen und des Fracking auf Umwelt, Grundwasser und Mensch.

Wie steht EXXON zu den vom Wasserversorger Gelsenwasser geäußerten schweren Bedenken?

Ist EXXON bereit, das Fraccing-Verfahren solange einzustellen...

5
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5,0 (5 Stimmen)

Ist EXXON bereit, das Fraccing-Verfahren solange einzustellen, bis alle offenen Fragen, die die Sicherheit gegen Grundwassergefährdung und Umweltschäden betreffen, durch unabhängige Wissenschaftler geklärt sind und ein redundantes Sicherheitskonzept umgesetzt werden kann?

Korrosionsschutz der Verrohrung von innen nach außen gewährleistet? (Grundwasser-Verunreinigung):

0
Eigene Bewertung: Keine
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Kommentare: 2

Nach dem jetzigen Konzept kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass durch die hohe Salzkonzentration der mit dem Erdgas geförderten Sole (180-320g/l) die Verrohrung von innen angegriffen wird, z.B. durch Schäden in der Beschichtung. Damit besteht die gefahr, dass weiter oben a) mit der Sole Schwermetalle aus der Förderstätte in grundwasserführende Schichten austreten können, und b), dass bei späterem Fraccing Chemikalien austreten können. Auch gegen dieseRisiken wäre eine doppelte Verohrung erforderlich.

Ist mit einer Vielzahl von Förderbohrungen pro probebohrung zu rechnen?

0
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Erfahrungen aus USA zeigen, dass die Fördermenge einer unkonventionellen Erdgas-Sonde nur ca. 3,6 Mio. m³/a beträgt (10.000m³/Tag). Die Förderrate sinkt mit 30-70% per Jahr.
Sind die Investitionen für die Probebohrung (ca. 1,8Mio. €) nicht erst dann wirtschaftlich, wenn hinterher eine Vielzahl von Förderbohrungen errichtet wird?
Mit welcher Fördermenge wird überhaupt kalkuliert?
Wieviel Förderbohrungen sind geplant?
EXXON sollte die Daten offenlegen!

Wassergefährdende Fraccing-Chemikalien:

0
Eigene Bewertung: Keine
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0,0 (0 Stimmen)

In Damme wurden an Chemikalien u.a. eingebracht:
ca. 10.000 l des hochgiftigen TETRAMETHYLAMMONIUM CHLORID,
8000 l Isoparaffine, wassergefährdend, WGK2,
450 kg Bakterizide, darunter ca. 30-40kg von 55965-84-9 , das selbst in einer Verdünnung von 1:40 noch in WGK2 eingeordnet ist.
Die Aussage von EXXON, die Frac-Flüssigkeit als ganzes sei "kein kennzeichnungspflichtiger Gefahrstoff nach EU-RL" sieht in Anbetracht der großen Mengen nicht die Gefährdung des Grundwassers. Die Frage ist auch, ob für die Frac-Flüssigkeit überhaupt eine WGK-Einstufung eingeholt wurde.

Ungeklärtes Risiko: Ein Großteil der Frac-Lösung verbleibt im Untergrund:

0
Eigene Bewertung: Keine
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0,0 (0 Stimmen)

In Damme wurden bei einem Fracking-Versuch von ExxonMobil, laut Spiegel, 12 Millionen Liter Wasser und 24.000 Liter Chemikalien eingesetzt. Nur knapp 30 Prozent der Flüssigkeit kam wieder an die Oberfläche (zur Entsorgung).
Niemand kann mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass die verbliebene Lösung irgendwann einmal in grundwasserführende Schichten gelangt, z.B. durch korrodierte Rohre.
Solange nicht mit Sicherheit die Frac-Lösung vollständig wieder herausgeholt werden kann, kann man nicht von einer sicheren Technologie sprechen.

Unzureichender Korrosionsschutz der Verrohrung von außen nach innen (Grundwasser-Verunreinigung)

5
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
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5,0 (1 Stimme)

Läßt sich die Überdeckung des Standrohrs durch die Zementierung über eine Länge von 200m in der grundwasserführenden Schicht und dann von weiteren 500m im Deckgebirge überhaupt sicherstellen? Im Betonbau werden Mindest-Überdeckungen der Bewehrung von 20-40mm verlangt, um eine Korrosion des Stahls zu verhindern.

Wie viel Energie wird eingesetzt um wie viel Energie zu fördern?

5
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
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5,0 (1 Stimme)

Energieeinsatz und Risiko sind bei "unkonventioneller" Gasförderung relativ hoch, sie steigen, je schwieriger die Lagerstätten auszubeuten sind. Wie weit sind wir von dem Punkt entfernt, wo sich die beiden Linien kreuzen?

Wieso sprechen die Beteiligten immer von "Zementation"?

4
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
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4,0 (1 Stimme)
Kommentare: 2

Das Auffüllen des Zwischenraumes zwischen Gestein und Stahlrohr mit Beton wird von Betreiber und Genehmigungsbehörde gleichermaßen als "Zementation" bezeichnet. "Zementation" ist ein erdgeschichtlicher Vorgang, hier handelt es sich aber um eine menschliche Aktion, die gemeinhin "betonieren" genannt wird. Ich vermute, dass hier auf sprachlicher Ebene ein Expertenwissen vorgeschickt wird, das den simplen technischen Vorgang des Einmörtelns oder -betonierens aufwerten soll. Mit solcher Expertensprache wird ein Verständnis der Vorgänge bei den Bürgern nicht gerade erleichtert. Das ist manipulativ.

Wer sind die "Kunden" des niedersächsischen Bergamtes?

3.666665
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.7 (3 Bewertungen)
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3,7 (3 Stimmen)
Kommentare: 3

Auf mehreren Informationsveranstaltungen fiel mir eine große Nähe zwischen dem niedersächsischen Bergamt und der Firma Exxon auf. Mehrmals betonten die Bergamtsvertreter (insbesondere Herr Söntgerath), dass die eingesetzte Technik "absolut sicher" sei, und dass ein Kontakt der eingesetzten Chemikalien mit dem Grundwasser nicht stattfinden werde.

Die Landesregierung NRW wird keine Erdgas-Probebohrungen genehmigen, bevor nicht die Ergebnisse eines Gutachtens zu wasser- und umweltrechtlichen Fragen vorliegen. Hält nicht auch EXXON diese Vorgehensweise für sinnvoll?

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Verantwortliches Handeln bedingt zwingend eine vorherige Klärung aller Zweifelsfragen und vor allem den sicheren Ausschluss schädlicher Auswirkungen der Erdgas-Probebohrungen und des Fracking auf Umwelt, Grundwasser und Mensch.

Wie steht EXXON zu den vom Wasserversorger Gelsenwasser geäußerten schweren Bedenken?

Ist EXXON bereit, das Fraccing-Verfahren solange einzustellen...

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Ist EXXON bereit, das Fraccing-Verfahren solange einzustellen, bis alle offenen Fragen, die die Sicherheit gegen Grundwassergefährdung und Umweltschäden betreffen, durch unabhängige Wissenschaftler geklärt sind und ein redundantes Sicherheitskonzept umgesetzt werden kann?

Korrosionsschutz der Verrohrung von innen nach außen gewährleistet? (Grundwasser-Verunreinigung):

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Nach dem jetzigen Konzept kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass durch die hohe Salzkonzentration der mit dem Erdgas geförderten Sole (180-320g/l) die Verrohrung von innen angegriffen wird, z.B. durch Schäden in der Beschichtung. Damit besteht die gefahr, dass weiter oben a) mit der Sole Schwermetalle aus der Förderstätte in grundwasserführende Schichten austreten können, und b), dass bei späterem Fraccing Chemikalien austreten können. Auch gegen dieseRisiken wäre eine doppelte Verohrung erforderlich.

Ist mit einer Vielzahl von Förderbohrungen pro probebohrung zu rechnen?

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Erfahrungen aus USA zeigen, dass die Fördermenge einer unkonventionellen Erdgas-Sonde nur ca. 3,6 Mio. m³/a beträgt (10.000m³/Tag). Die Förderrate sinkt mit 30-70% per Jahr.
Sind die Investitionen für die Probebohrung (ca. 1,8Mio. €) nicht erst dann wirtschaftlich, wenn hinterher eine Vielzahl von Förderbohrungen errichtet wird?
Mit welcher Fördermenge wird überhaupt kalkuliert?
Wieviel Förderbohrungen sind geplant?
EXXON sollte die Daten offenlegen!

Wassergefährdende Fraccing-Chemikalien:

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In Damme wurden an Chemikalien u.a. eingebracht:
ca. 10.000 l des hochgiftigen TETRAMETHYLAMMONIUM CHLORID,
8000 l Isoparaffine, wassergefährdend, WGK2,
450 kg Bakterizide, darunter ca. 30-40kg von 55965-84-9 , das selbst in einer Verdünnung von 1:40 noch in WGK2 eingeordnet ist.
Die Aussage von EXXON, die Frac-Flüssigkeit als ganzes sei "kein kennzeichnungspflichtiger Gefahrstoff nach EU-RL" sieht in Anbetracht der großen Mengen nicht die Gefährdung des Grundwassers. Die Frage ist auch, ob für die Frac-Flüssigkeit überhaupt eine WGK-Einstufung eingeholt wurde.

Ungeklärtes Risiko: Ein Großteil der Frac-Lösung verbleibt im Untergrund:

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In Damme wurden bei einem Fracking-Versuch von ExxonMobil, laut Spiegel, 12 Millionen Liter Wasser und 24.000 Liter Chemikalien eingesetzt. Nur knapp 30 Prozent der Flüssigkeit kam wieder an die Oberfläche (zur Entsorgung).
Niemand kann mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass die verbliebene Lösung irgendwann einmal in grundwasserführende Schichten gelangt, z.B. durch korrodierte Rohre.
Solange nicht mit Sicherheit die Frac-Lösung vollständig wieder herausgeholt werden kann, kann man nicht von einer sicheren Technologie sprechen.

Unzureichender Korrosionsschutz der Verrohrung von außen nach innen (Grundwasser-Verunreinigung)

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Läßt sich die Überdeckung des Standrohrs durch die Zementierung über eine Länge von 200m in der grundwasserführenden Schicht und dann von weiteren 500m im Deckgebirge überhaupt sicherstellen? Im Betonbau werden Mindest-Überdeckungen der Bewehrung von 20-40mm verlangt, um eine Korrosion des Stahls zu verhindern.

Wie viel Energie wird eingesetzt um wie viel Energie zu fördern?

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Energieeinsatz und Risiko sind bei "unkonventioneller" Gasförderung relativ hoch, sie steigen, je schwieriger die Lagerstätten auszubeuten sind. Wie weit sind wir von dem Punkt entfernt, wo sich die beiden Linien kreuzen?

Wieso sprechen die Beteiligten immer von "Zementation"?

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Das Auffüllen des Zwischenraumes zwischen Gestein und Stahlrohr mit Beton wird von Betreiber und Genehmigungsbehörde gleichermaßen als "Zementation" bezeichnet. "Zementation" ist ein erdgeschichtlicher Vorgang, hier handelt es sich aber um eine menschliche Aktion, die gemeinhin "betonieren" genannt wird. Ich vermute, dass hier auf sprachlicher Ebene ein Expertenwissen vorgeschickt wird, das den simplen technischen Vorgang des Einmörtelns oder -betonierens aufwerten soll. Mit solcher Expertensprache wird ein Verständnis der Vorgänge bei den Bürgern nicht gerade erleichtert. Das ist manipulativ.

Wer sind die "Kunden" des niedersächsischen Bergamtes?

3.666665
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Auf mehreren Informationsveranstaltungen fiel mir eine große Nähe zwischen dem niedersächsischen Bergamt und der Firma Exxon auf. Mehrmals betonten die Bergamtsvertreter (insbesondere Herr Söntgerath), dass die eingesetzte Technik "absolut sicher" sei, und dass ein Kontakt der eingesetzten Chemikalien mit dem Grundwasser nicht stattfinden werde.